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View Full Version : L. F. Clauß: "Die nordische Seele" [The Nordic Soul]



Nordgau
Sunday, October 5th, 2003, 04:14 AM
Here's a piece of a literary-style, sometimes almost poetic written "intuitive" race-psychology, dealing with the Nordic spirit or soul and the relationship between landscape and spirit. There are quite obvious parallels to basic Spenglerian ideas.

Die Gebärde der Seele, mit der sie in ihre Welt greift, gestaltet das Gelände dieser Welt zur "Landschaft". Landschaft ist nicht etwas, das die Seele vorfindet, etwas Fertiges, sondern etwas, das sie bildet kraft der artbestimmten Gebärde ihres Schauens. Freilich kann sie nicht willkürlich aus jedem beliebigen Gelände jede beliebige Landschaft bilden. Das Gelände ist der Stoff, in das die Seele ihren Stil hineinwirkt und so zur Landschaft macht; aber nicht aus jedem Stoffe läßt sich das Gleiche gestalten. Das Gelände bietet der Seele Möglichkeiten für die schauende Gestaltung; aber nicht jedes Gelände bietet die gleichen Möglichkeiten. Ein Gelände, das dem Ausgriffsmenschen, dem Leistungsmenschen zur stilgemäßen, zur "eigenen" Landschaft werden kann, muß anders beschaffen sein als ein Gelände, das sich für andere Rassen zur Landschaftsbildung eignet. Der Erdraum, der das geeignete Gelände zur Landschaftsbildung im Leistungsstile birgt, ist der "nordische" Erdraum: er stellt den stilgemäßen Hintergrund für den Leistungsmenschen. Daher nennen wir dessen Stil den nordischen Stil und ihn selbst den nordischen Menschen.

Wir heben nun die nordische Landschaft des nordischen Menschen ab gegen eine Landschaft anderen Stiles, die den Hintergrund, das stilgemäße Lebensfeld einer anderen Rasse bildet: der mittelländischen Rasse, die nach ihrer stilgemäßen Landschaft, der Mittelmeerlandschaft, benannt ist. Die stilgemäße Landschaft einer Rasse zeichnen heißt zugleich: den Stil dieser Rasse deuten. Die mittelländische Rasse ist ihrem Stile nach deutlich zu scheiden von der nordischen wie von der ostischen [=alpinen, Th.].

Wer jemals bei schwerer See um Skagens Horn gefahren ist, der hat es erlebt, wie da zwei Meere ineinanderbrausen, von denen jedes eine andere Farbe und jedes ein anderes Schrittmaß seines Wellenganges hat: die graugrüne Nordsee geht mit tief ausholendem Atem in meilenlanger Dünung, während das blauere Kattegat mit kurzen Wellen poltert. Alles scheint hier enger und näher zu werden, überall sehen wir oder ahnen wir rings die Ufer, und auch jenseits des Öresunds in der "offenen" Ostsee gewinnen wir nie wieder voll jenes Bewußtsein der freien Weite, der schrankenlosen Ferne, nie wieder ganz jenes dräuende Machtgefühl, das die Landschaft der Nordsee verleiht. Und dennoch rückt der landschaftliche Stil der beiden Meere ganz nah zusammen für den, der sie mit der Landschaft des Mittelmeers vergleicht. Zwar die Adria ist - scheinbar- noch der Ostsee ein wenig verwandt; wer aber durch den schmalen Arm zwischen dem albanischen Festland und dem griechischen Kerkyra südwärts fährt, der erlebt es deutlich, wie sich hier die Meere scheiden: im Norden die Adria, die erst hellblau war und immer dunkler wurde, je weiter wir gen Süden fuhren, und nun ein anderes Meer, das hier das jonische heißt und mit welchem nun ein anderes Bild emporwächst. "Das purpurne Meer", sagt die Odyssee, und manch einer von uns hatte wohl als Schüler geglaubt, das sei eine gar merkwürdige und wohl unsinnige Bezeichnung. Aber das griechische Meer, ein Teil des Mittelmeers, vermag es, wirklich "purpurn" zu sein: wenn der Himmel weiß gestreift ist und der Südsturm in den Wogen wühlt, dann glüht die See in sattem, dunklem Rotblau bis hinab. Und es scheint auch, daß die Wogen dort in anderem Gange gehen als im Norden: wenn das Nordmeer rast und tobt in ungeheurem Aufruhr, mit einem Atem, der von Ferne zu Ferne verbraust, dann geht das griechische Meer in mäßig hohen, immer gleichen Wogen: stark und doch maßvoll gebändigt in aller seiner Bewegung.

Wer das Nordmeer kennt und seinem Stile vertraut ist, mehr noch: wer seinen Wogengang in der eigenen Seele spürt, dem scheint es, als sei das griechische Meer gar kein Meer, und als müßten wir zu seiner Bezeichnung ein anderes Wort erfinden. Das Nordmeer atmet überall Unendlichkeit, und diese macht sein eigentliches Wesen aus: alles ist auf die Ferne gestimmt, alles weist und drängt in die Ferne, die kein Ende hat. Auf dem Meere des Südens, dem Mittelmeer, ist alles immer nahe, und wo man kein Ufer mehr sieht, da ahnt man doch das Ufer, mehr noch: man spürt seinen Duft oder glaubt ihn doch zu spüren. Hier ist alles umgrenzt mit Nähe und mit immer maßvoller Schönheit. Und wenn über die nordische Landschaft die Wolken rastlos ziehen, weit oben und immer weiter ins ewig Ferne hin, und wenn die Sterne hoch sind und der Himmel blaß und fern, dann wölbt sich der südliche Himmel fast zum Greifen nahe, und seine Wolken lungern ohne Bewegung oder sie tummeln sich wie in neckendem Spiel. Der Norden erzieht seine Menschen zu immer neuem Aufbruch: ihr Blick greift immer ins Ferne und befriedet sich darum nie. Der Süden aber, das Mittelmeer und seine Ufer, laden ein zu immerwährendem Verweilen: hier ist alles Nähe, ist alles Gegenwart.

Wir haben die Lndschaft des Nordens als das Nordmeerland, die Landschaft des Südens als das Mittelmeerland begriffen und fassen somit diese Länder als die Ufer der Meere auf, von deren Stil sie bestimmt sind. Das Nordmeerland ist gezeichnet durch Ferne und Bewegung, es gliedert sich in weiten Zügen in die Tiefe des Raumes hinein. Das Nahe hebt sich scharf vom Fernen ab und das Ferne vom Ferneren und so immer weiter. Ein Baum im Vordergrund ist da, um in die Weite zu weisen, die sich dahinter dehnt. Wo immer der Blick hineintaucht in die Landschaft, da wird er ins Ferne gezogen, an die Grenze des Blickfelds und über dieses hinaus. Die nordische Landschaft ruft auf, immer weiter zu gehen; ob sie als Heide sich dehnt, als Hochwald oder als Düne, immer zeigt sie sich durchzogen von einem endlosen Undsoweiter, so daß sie niemals fertig erscheint, sondern immer im Werden begriffen. Und in tausend Gestalten, immer werdend und wechselnd, segeln darüber die hohen Wolken hin, wer weiß woher, in unendliche Weiten fort. Bald ragen sie, heiter besonnt, als schwimmende Türme von Licht, bald lauern sie, dumpf geballt, und brüllen einher wie verwunschene Ungeheuer. Hier gibt es nicht satte Ruhe, hier gibt es kein tändelndes Spiel, hier gibt es ein freudiges, aber unendliches Ringen, einen rastlosen Gang auf immer neuen Wegen, einen allmorgendlichen Aufbruch. Weil hier nichts fertig ist, ruft alles immer zur Gestaltung.

Raumwille erwacht in der Seele, die aus dieser Landschaft geboren ist und wahrhaft in ihr lebt. Der nordische Raum reißt in die Ferne und will überwunden werden. Überwindung des Raumes bedeutet Geschwindigkeit, Raumwille drängt dazu, den Raum zu durchrasen. Die nordische Landschaft will durchzogen sein von Schienensträngen, auf denen der Schnellzug tost. Zu allem nordischen Fahrzeug gehört es, daß es seine Geschwindigkeit vermehre. Die Gleise haben es in sich: die Gleise, die schon da sind, und jene, die immerfort noch müssen geschaffen werden für immer neues, immer schnelleres Fahrzeug, auf denen nordisch erlebende Menschen zu immer neuen Zielen streben. Als ein Gebilde aus unzähligen Wegen - fertigen Wegen und möglichen, künftigen Wegen: Land-, Wasser-, Luft- und Stratosphärenwegen - erlebt die nordische Seele ihre Welt. Wie ein Fieber ging und geht es oft durch alle Zweige nordischer Gemeinschaft: ein Schnellbewegungsfieber, das ansteckend weit über die Welt des Nordens hinausgreift und mit der Macht einer Mode auch solche Seelen befällt, die nicht nordisch sind und für die solches Gebaren im Grunde stilwidrig und sinnlos ist. [...]

Der nordische Stil des Ausgriffs in seiner letzten und kühnsten Steigerung zwingt dazu, den Begriff der nordischen Landschaft in einem eigentümlichen Sinne zu erweitern: in einem Sinne, den z. B. der Begriff der Mittelmeer-Landschaft nicht erträgt. Zur nordischen Landschaft in diesem weiteren Sinne wird der nordischen Seele zuletzt die ganze Erde, ja das gesamte Weltall; denn alles, schlechthin alles, strebt sie ja mit ihrem Ausgriff zu durchwirken und somit ihrem Stile einzuordnen, ihrem Gesetze zu unterwerfen. Alles, was von ihr noch nicht ergriffen und geprägt ist, liegt vor ihr als Neuland da - ihr Neuland - und muß entdeckt, erforscht, urbar gemacht und so erobert werden. Nur die Grenze des Möglichen läßt sie letzten Endes als ihre Grenze gelten. Ja, es kann geschehen, daß sie an dieser Grenze krank wird und sie zu überfliegen trachtet: eine kennzeichnend nordische Erkrankung.

Als die Oberfläche des Erdballs ringsum so weit beschritten war, daß auf der Erdkarte nur noch wenige kleine helle Flecken standen, also für die Entdeckung kaum mehr ein Stück Neuland blieb, da schlug der nordische Ferndrang andere Wege ein. War da kein neuer Raum mehr aufzufinden, so nahm er jetzt den Raum, den ganzen Erdraum, fester in seinen Griff. An die Stelle der Entdeckung trat die Erdumfassung. Hier gewinnt jener Schnelligkeitsdrang, von dem wir im vorigen Abschnitt sprachen, seinen sachlichen Sinn: es ist der Drang, die ganze Welt wie mit einem Griffe zu umfassen. Die dem nordischen Menschen stilgemäße seelische Heimat wird dennoch nur der Norden bleiben können; der nordische Mensch trägt ihn mit sich als seine innere Landschaft, wo immer er fahren oder siedeln mag. Wird er ihm innerlich untreu, so verliert er sich selbst, wird steuer- oder ankerlos: vom Unternehmer zum rechnenden Raubtier, vom Helden zum Ungeheuer. Aber der Norden der Erde gibt ihm seit langem nicht mehr wirklichen Raum genug, sein leibliches Dasein stilgemäß zu entfalten: aller Boden ist da besetzt und aufgeteilt, jeder kleinste Fleck ist auf ein Grundbuch bezogen. Es blieb der nordischen Seele, der raumbedürftigen, keine Wahl: sie mußte die ganze Welt umschaffen nach ihrem Bilde und nach ihrer inneren Landschaft. Wenn heute der Zug auf Schienensträngen durch die Wüste rast, das Luftschiff von Erdteil zu Erdteil eine rasche Brücke schlägt und der Draht oder Funken in wenigen Augenblicken ein Geschehnis von Peking nach London meldet, so bedeutet dies, daß der Raumwille des nordischen Menschen über die natürliche Grenze seiner Landschaft hinausgegriffen hat und in den ganzen Erdball den Stempel seines Stiles schlägt. Denn all die anderen, die nichtnordischen Bewohner der Erde, die Mittelländer, die Morgenländer und weiterhin die Ostasiaten und selbst die Neger, sie alle müssen mittun, sie alle müssen nun auf nordisch ihre Räume beschreiten, und das bedeutet: sie müssen ihre Eigenräume selbst aufgeben und mit dem Raume, dem Erdraum, vertauschen, der jetzt ein nordisch gepflügter Acker ist. Sie müssen ihren Raum aufgeben und können es doch nicht, ohne sich selbst aufzugeben, weil jede echte Art an den Stil ihres Raumes gebunden ist. Ein Chinese, der im Kraftwagen durchs Gelände rast, ist ein Unding wie ein Fasan, der sich den Flug und Griff des Adlers anmaßt, und ist dennoch eine Wirklichkeit. Mehr und mehr empfängt die Welt ein germanisches Außengepräge und zerstört damit das Eigengepräge ihrer nichtnordischen Arten. Fast die ganze Welt geht heute in nordischer Tracht. [...] Im Wesen der nordischen Seele liegt es beschlossen, daß sie die ganze Welt durchdringen muß mit ihrem Stile, daß sie vernorden und also verfälschen muß, was jenseits liegt von der natürlichen Grenze der Nordheit. Keine Nordbegeisterung darf darüber täuschen, daß zwar die nordische Weltumspannung notwendig ist aus dem nordischen Artgesetze, daß sie aber Verfälschung ist und Zerstörung, von dem Gesetz der Anderen aus betrachtet. Was auch der Norde bringt, es wird dem Andern zu einem Kleide, das nicht für sie geschnitten ist und sie entstellt. Sie müssen ihren Gang verändern, um es zu tragen. Manche vermögen es, den nordischen Gang ganz täuschend nachzuahmen, aber sie werden nicht zu nordischen Menschen dadurch. Die Welt wird nordisch, das bedeutet: unzählige verborgene Werte werden erschlossen und nutzbar gemacht - Erzlager, Ölquellen, Wasserkräfte, auch Tier- und Menschenkräfte - sie werden nutzbar gemacht im nordischen Sinne, sie werden Stoff in nordischer Hand, Stoff zu nordischer Gestaltung. Aber eben dadurch verlieren diese Menschenkräfte ihren eigenen Artwert; der nordische Stempel entwertet ihr inneres Wesen.

(Taken from: Ludwig Ferdinand Clauß: Die nordische Seele. Eine Einführung in die Rassenseelenkunde, Munich - Berlin 1932, p. 19-22, 30-32)

Loki
Sunday, October 5th, 2003, 11:36 AM
It would be great if this piece could be translated into English, for German-ignorant people like myself. :)

Nordgau
Sunday, October 5th, 2003, 03:00 PM
I'm sorry, but besides from the length it would be a bit difficult at least for me to translate it. It's rather than a text which consists of palpable facts a piece of abstract race-spiritual thoughts with philosophical touch.

Frans_Jozef
Sunday, October 5th, 2003, 10:01 PM
I'm sorry, but besides from the length it would be a bit difficult at least for me to translate it. It's rather than a text which consists of palpable facts a piece of abstract race-spiritual thoughts with philosophical touch.

I could provide next week a translation if anyone is interested....

Loki
Tuesday, October 7th, 2003, 10:19 PM
I could provide next week a translation if anyone is interested....

I would be interested, thanks Frans.

Triglav
Wednesday, October 8th, 2003, 04:13 PM
I would be interested, thanks Frans.

Frans (or anyone) - if you're short of time, I can do it. Just tell me if you haven't started yet.

Frans_Jozef
Wednesday, October 8th, 2003, 04:33 PM
Frans (or anyone) - if you're short of time, I can do it. Just tell me if you haven't started yet.

Thanks, Triglav, I am indeed short in time, tremendously busy with chacking my old papers on catalography AND preparing myself for an exam next week as part of solliciting for a job...

Triglav
Wednesday, October 8th, 2003, 04:37 PM
No problem, expect a translation sometime until next week. I'll try to render a chunk asap.

Good luck, Frans.


Thanks, Triglav, I am indeed short in time, tremendously busy with chacking my old papers on catalography AND preparing myself for an exam next week as part of solliciting for a job...

Dr. Solar Wolff
Wednesday, October 29th, 2003, 05:04 AM
A translation into English can be found in a book titled: "Nazi Culture Intellectual, Cultural and Social Life in the Third Reich" by Gerorge L. Mosse, The Universal Library, Grosset & Dunlap, New York, 1966. page 65-75

I am not impressed by it in either language.

Nordgau
Sunday, June 5th, 2005, 03:07 PM
http://www.thule-italia.com/Scanner/ClaussRasseUnsDeele.html

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