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View Full Version : Die Wewelsburg bei Paderborn


Guest
Friday, November 4th, 2005, 04:33 AM
Mittelalterliche Landesburg

1301 Abtretung der Rechte des Grafen Otto v. Waldeck an das Stift Paderborn, die Edelherren v. Büren (waldeckische Vasallen) werden mit 1/2 Burg belehnt

1303 Belehnung des Ritters Friedrich v. Benken (paderbornischer Vasall) mit 1/2 Burg

1359 Verpfändung der Burg an die Edelherren v. Büren, Ritter v. Brenken wird bürenscher Vasall

1384 Rückkauf der bürenschen Anteile durch das Stift; Verpfändung der Burg und 1/2 Herrschaft Wewelsburg an Friedrich v. Brenken

1385 Verkauf der 2. Hälfte der Herrschaft an das Stift

1513 Erneute Verpfändung von Burg und Herrschaft an die v. Büren; ¼ sofort an die v. Brenken weiterverpfändet


Fürstbischöfliche Nebenresidenz

1588/1589 Pfandeinlösung durch das Stift Paderborn

1603-1609 Ausbau der Gebäude als regelmäßige Dreiflügelanlage mit Ecktürmen

1622-1637 Wiederholte Besetzungen im Dreißigjährigen Krieg

1646 Erstürmung durch schwedische Truppen; Brand der gesamten Anlage

1650-1660 Wiederherstellungsarbeiten, in den folgenden Jahren weitere Umbau- und Reparaturarbeiten


Preußischer Domänenbesitz

1802 Durch die Säkularisierung Übergang der Anlage in preußischen Staatsbesitz

1815 Zerstörung des Nordturms durch Blitzschlag

bis 1821 Wohnung des Rentmeisters in der südöstlichen Eckpartie

1832-1934 Pfarrwohnung in der ehemaligen Rentmeisterwohnung

im 19. Jh. Weitere Umbauarbeiten ohne konservatorisches Konzept Jugendherberge, Kulturzentrum und Heimatmuseum des Landkreises Büren

1924/1925 Erwerb und Ausbau der Wewelsburg durch den Kreis Büren: Wanderherberge, Veranstaltungssaal und Heimatmuseum


Kult –und Terrorstätte der SS

1933-1945 Aus- und Umbau als "SS-Schule Haus Wewelsburg" u.a. durch den Reichsarbeitsdienst und Häftlinge des KZ Niederhagen

1945 Brand der gesamten Anlage nach versuchter Sprengung durch die SS Seit dem Wiederaufbau

1948/1949 Wiederaufbau der Wewelsburg

1950 Erneute Einrichtung von Jugendherberge und Heimatmuseum

1973-1975 Wiederaufbau des Nordturms

1975 Übergang in das Eigentum des Kreises Paderborn (aufgrund der kommunalen Gebietsreform)

1996 Eröffnung des Historischen Museums des Hochstifts Paderborn im Ost- und Südflügel

Guest
Friday, November 4th, 2005, 04:43 AM
.

Nordmann
Friday, November 4th, 2005, 03:28 PM
Terrorstätte der SS:|

KarlFFO
Sunday, September 3rd, 2006, 05:45 PM
Hallo, hier für euch ein von mir erstelltes Hintergrundbild der Wewelsburg. Ich hoffe, es gefällt euch.

Viele Grüße
Karl

72279

Rabenblut
Sunday, September 3rd, 2006, 08:08 PM
Gnar verklickt. :D

Wollte eigentlich fragen wo das Bildchen sein soll... ;)

KarlFFO
Sunday, September 3rd, 2006, 08:37 PM
Hatte es eigendlich als Anhang angehängt. Habe ich etwas falsch gemacht? Ich habe das noch nie gemacht.:(

Rabenblut
Monday, September 4th, 2006, 01:26 PM
Hatte es eigendlich als Anhang angehängt. Habe ich etwas falsch gemacht? Ich habe das noch nie gemacht.:(


Hm, eigentlich kann man da nichts falsch machen.
Vllt. spinnt auch mein Browser und es liegt garnicht an Dir. :P
Keine Ahnung...

Landerun
Monday, November 6th, 2006, 11:22 AM
Die Wewelsburg ist eine von wenigen Burgen, welche mit drei gleichschenkligen Seiten erbaut wurde. Teilweise durch Naturgewalten zerstört, wurde sie wieder aufgebaut. Ihre Geschichte reicht bis ins 9. Jahrhundert zurück, in der neueren Geschichte aber durch Heinrich Himmler (Reichsführer-SS) bekannt geworden. Die Burg wurde im 3. Reich als "Hochburg der SS" bezeichnet und genutzt.

Ich stelle hier meine privaten Bilder ein...

The Wewelsburg is one of few castles which were built with three isosceles sides. Partial destroys by forces of nature, it was rebuilt. Their history goes back till 9th century, in the newer history, however by Heinrich Himmler (Reichsführer-SS) known. The Wewelsburg was called in the 3rd empire "Hochburg (Stronghold?) of the SS" and was used.

I put here my private pictures...

85333 85334 85335 85336 85337 85338 85339 85340 85341 85342 85343 85344 85345 85346 85347 85348 85349 85350 85351 85352 85353 85354 85355 85356


Im Thema Stätten des Nationalsozialismus (http://forums.skadi.net/showpost.php?p=672155) finden sich Bilder vom nahegelegenen "Ottens Hof".

In the Tread Stätten des Nationalsozialismus (http://forums.skadi.net/showpost.php?p=672155) can you found more pictures of nearby "Ottens Hof".

Deutscher Junge
Monday, November 6th, 2006, 04:15 PM
Der Pachtvertrag der NSDAP für die Wewlsburg ist übrigens noch nicht auslgelaufen!
Der am 31. Dezember 1934 unschriebene Pachtvertrag, Pachtvertrag zwischen der NSDAP und dem Landkreis Büren, läuft bis zum 31.Dezember 2033!

Vingolf
Monday, November 6th, 2006, 04:56 PM
Der Pachtvertrag der NSDAP für die Wewlsburg ist übrigens noch nicht auslgelaufen!
Der am 31. Dezember 1934 unschriebene Pachtvertrag, Pachtvertrag zwischen der NSDAP und dem Landkreis Büren, läuft bis zum 31.Dezember 2033!

- Sagen Sie mir bitte wo die Wewelsburg, Landkreis Büren, befindet sich.

Jungspross
Monday, November 6th, 2006, 05:00 PM
- Sagen Sie mir bitte wo die Wewelsburg, Landkreis Büren, befindet sich.

So wie ich es sehe hat unser schwedischer Kamerad Probleme in der Grammatik?

Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

Quelle: www.wewelsburg.de

Vingolf
Monday, November 6th, 2006, 05:31 PM
[QUOTE=Jungspross;677018]So wie ich es sehe hat unser schwedischer Kamerad Probleme in der Grammatik?

- Jawohl. Bin doch Bildungsfähig und -beflissen.

Ekki
Monday, November 6th, 2006, 05:41 PM
Der Pachtvertrag der NSDAP für die Wewlsburg ist übrigens noch nicht auslgelaufen!
Der am 31. Dezember 1934 unschriebene Pachtvertrag, Pachtvertrag zwischen der NSDAP und dem Landkreis Büren, läuft bis zum 31.Dezember 2033!

Richtig - die trauen sich sogar den Vertrag dort auszustellen! ;)

Gruß
Ekki

Landerun
Tuesday, November 7th, 2006, 09:55 AM
Einige der Bilder kann man sich sogar mit einem Bildbearbeitungsprogramm zu einem Panorama zusammenfügen :D Ich mache gern viele Bilder, zum Glück gibt es dafür heute Digitalkameras - ohne diese wäre ich wohl verloren und würde noch immer einen Haufen Filmdosen im Rücksack umhertragen...

Vielleicht hat ja jemand Lust es zu versuchen?:)

Nordid
Friday, November 10th, 2006, 09:47 PM
Heilöchen,

hat jemand zufälligerweise ein Bild von dem Kamin im ersten Raum,
das ist der Raum in dem auch die WB Bilder aus der Sammlung des
Reichsführers hängen.

Grüsse

Nordid

Landerun
Friday, November 10th, 2006, 10:04 PM
Heilöchen,

hat jemand zufälligerweise ein Bild von dem Kamin im ersten Raum,
das ist der Raum in dem auch die WB Bilder aus der Sammlung des
Reichsführers hängen.

Grüsse

Nordid

Genau das Bild ist dermaßen verwackelt, dass ich es keinem zumuten kann :(

Ist wahrlich ein sehr schöner Kamin...beim nächsten Mal mache ich ein neues Bild!

Tochter-des-Lichts
Saturday, December 16th, 2006, 09:44 PM
Kann leider nicht mit einem Bild vom Kamin dienen, ergänze nur noch einige Gesamtansichten:

(Letzteres=Umbauplan)

Tanngjost
Sunday, January 7th, 2007, 10:00 PM
Heil euch, sehr schönes Thema. Ich war auch schon dort und möchte hier nun einmal einen Reise- bzw. Erlebnisbericht einstellen (ist zwar schon eine Weile her --- aber dennoch). Allerdings sind noch andere Reiseziele enthalten.


Reisebericht Westfalen September 2005


Als ein Kamerad Anfang des Jahres 2005 zu mir kam und mir von einer Reise nach Westfalen erzählte (mit Zielen wie Wewelsburg und Hermannsdenkmal) war ich sofort Feuer und Flamme dieser Idee. So planten wir diese Reise als Osterausflug. Ich machte mich sogleich kundig und erfuhr, dass direkt auf der Wewelsburg Übernachtungsmöglichkeiten, in Form einer Jugendherberge, gegenwärtig waren. Anfangs nur für uns beide und unsere Frauen gedacht stieg die Teilnehmerzahl, da wir von unserem Vorhaben berichteten, rasch in die Höhe. Also buchten wir für 15-20 Mann. Doch dann meldete sich die Jugendherberge und berichtete uns von einem Wasserschaden, mit der Folge, dass die Burg in dieser Zeit leider nicht bewohnbar gewesen wäre.

Also verschoben wir den Termin der Reise in den Monat Scheiding. In der Zwischenzeit konnte ich noch einige andere Ziele einplanen. So zum Beispiel ein Wikingertreffen im Freilichtmuseum Oerlinghausen, die Externsteine und auch das Widukind-Denkmal in Herford. Ein anderer Kamerad schlug die Besichtigung eines Kaiser-Denkmales bei Porta Westfalica vor. Mit diesen Zielen überlegte ich mir mit meiner Frau einen kleinen Ausflugsplan und so bekamen wir alles unter einen Hut. Doch dann, nur wenige Tage vor Reiseanbruch, begann das große „Teilnehmersterben“ und von 16 Teilnehmern blieben neun übrig. Bei einigen wenigen war es verständlich, da diese keinen Urlaub bekamen, doch andere trugen sich willkürlich ein und sprangen kurz davor wieder ab (Beim nächsten Mal vorher überlegen!!!).

Also hieß es umplanen und einen, von zwei vorher gemieteten Bussen, abbestellen. Diese Hürde auch noch genommen stürzte ich mich Freitagabend, am Sonnabend Morgen war Reiseantritt, voller Erwartungen in meine Koje. Und dann endlich, nach Stunden des Schlafens, fanden die Träume ein jähes Ende und der Wecker rief zum Aufstehen. Die nötigen Hygienemaßnahmen hinter uns gebracht, griffen wir zu den schon fertig gepackten Reisetaschen und stellten uns vor die Tür. Der Bus sollte ja dann auch gleich kommen. Denkste, die Trödeltute, unser Fahrer, hielt es nicht für nötig am Vorabend zu tanken. Nö, nö das macht man in aller Ruhe am Tag des Reiseantrittes!!! Nun gut, als Kamerad Schnürschuh dann vor Ort war, packten wir unsere sieben Sachen in den Bus und starteten gen Westen. Die Dörfer und Städte unserer Heimat hinter uns gelassen, befuhren wir die Autobahn.

Vorbei an Thüringens „Drei Gleichen“, drei Burgen die in kurzer Entfernung voneinander thronen, und der Wartburg, passierten wir die „Grenze“ zu Hessen. Dann noch an Kassel vorüber fielen wir in Westfalen ein. Wir umfuhren das Gut Böddeken und kurz darauf, die Dächer der Dreiecksanlage schon sichtbar, erreichten wir den Ort Wewelsburg. So hielt unser kleiner Bus auf dem vorgelagerten Parkplatz der Burg. Als wir ausstiegen, zogen wir schon den ein oder anderen Blick auf uns. Unbeirrt dessen genossen wir die ersten, auf uns wirkenden, Eindrücke. Vorbei an einem Wachposten, welcher über dem Eingang die zwei Runen der Schutzstaffel im Stein trug (und immer noch trägt:thumbup ), überschritten wir die Brücke des Burggrabens und erreichten den Burghof. Von hier aus gelangten wir in die Vorhalle. Als wir uns am dortigen Schalter anmeldeten, gingen auch schon die ersten „Beschwerdeanrufe“ ein (Und gerade die sind der Meinung, wir wären Intolerant!!!), was wollen denn solche hier, das darf doch nicht war sein und und und. Quartier bezogen wir im Nordturm, direkt über dem „Gruppenführersaal“ (Schwarze Sonne).

All zu viel Zeit hatten wir jedoch erst einmal nicht. Auf unserem Plan stand die sofortige Weiterfahrt zu den Externsteinen, dem Hauptheiligtum der damals dort lebenden Sachsen. Die Felsengruppe erreicht, schlichen wir ein wenig umher und ließen die Magie des Ortes auf uns wirken. Mich überfiel ein Schauer der Ehrfurcht und zugleich ein Gefühl der inneren Zufriedenheit. Dieser Ort, von Menschen als Heiligtum erkannt zu einer Zeit in der an das Christentum noch nicht einmal Andeutungsweise zu denken war, gibt Kraft und zeigt einem, dass der Glaube eines Volkes, auch nach Jahrhunderten der Ausbeutung und Unterdrückung niemals vollständig aussterben wird. Sondern, das ein Volk, welches die Wurzeln seiner Herkunft noch kennt und nicht verleugnet und dem Glauben der Ahnen immer wieder ein Licht entzündet, ewigen Bestand genießt.

Wir suchten uns ein lauschiges Plätzchen wo wir uns niederlassen konnten und ich meinen, zu Hause ausgearbeiteten, Vortrag über die Externsteine abhielt. Nach ca. einer halben Stunde erhoben wir uns wieder und brachen zum Hermannsdenkmal auf.
Dort angekommen kam man sich vor wie auf einem Jahrmarkt, neben rummelähnlichen Automaten befand sich direkt unterhalb des Denkmals ein „Hochseilpark“, wo man mit der bereitgestellten Ausrüstung durch die Baumkronen hangeln konnte. Der dadurch verursachte Krach ließ wenig Freiraum zum „nachdenken“ am „Denkmal“. Von allen Seiten betrachtet, stiegen wir nun die enge Wendeltreppe im Hermann empor und genossen, oben angelangt, die wunderschöne Aussicht. Nach dem Abstieg hatte ich wieder ein ausgearbeitetes Referat zur Hand, welches aber nun ein anderer lesen sollte. Mein Kamerad der ersten Stunde (also der, welcher mit der Reiseidee zu mir kam) erklärte sich dazu bereit (Dank Dir noch mal an dieser Stelle). Alle sieben Mann gesammelt, machten wir uns wieder auf den Weg Richtung Wewelsburg. Dort trafen wir dann auch Kamerad acht und neun an, welche schon Tage vorher auf Fahrt waren und erst jetzt zu uns stießen. Sie brachten noch einen lustigen Gesellen, ausgerüstet mit Klampfe und Liederbuch, herbei. Für den Abend planten wir dann einen Besuch im Gasthaus „Ottens Hof“.

Da sich der Gemeinderaum der Bevölkerung des Ortes auf der Burg befand und diese von der SS im Jahre 1934 gepachtet wurde, kaufte die SS noch einen alten Hof und ließ diesen zum neuen Gemeindehaus ausbauen. Aus dem Hof wurde so eine gemütliche Gaststube, welche dank des Denkmalschutzes noch unberührt ist. Die Zeichen des alten Reiches, in Form von Schnitzereien, sind so noch überall gegenwärtig.

So trudelten wir also im „Ottens Hof“ ein und ließen uns nieder. Jeder bestellte sich ein frisches, würziges Bier und studierte die Karte des Hauses. Als wir gestärkt durch Speis und Trank „Ottens Hof“ näher unter die Lupe nahmen, fanden wir dann auch die wunderbaren Schnitzarbeiten welche, abgedeckt durch kleine aus Korb geflochtenen Kränzen, an den hölzernen Sitzbankblenden prangten. Es störte sich niemand daran, dass wir uns diese gründlich ansahen. Man sollte jedoch eine Zeit wählen in welcher das Haus nicht all zu sehr besucht ist. Bei einem Gespräch mit dem Wirt, erklärte dieser uns, warum die Zeichen nicht entfernt werden dürfen. Ganz einfach, das Gebäude mit allem was dazu gehört, steht unter Denkmalschutz. Er habe sich oft schon mit den Behörden herumärgern müssen, aber der Götter Dank haben die keine Möglichkeit etwas zu verändern. Die Gaststube ist zu empfehlen, nicht nur der Einrichtung wegen, auch das Essen ist sehr schmackhaft und deftig. Gegen 23:30 Uhr kehrten wir in die Burg zurück, da diese eine Jugendherberge ist und feste Schließzeiten hat. Uns wurde aber ein Raum zugeteilt, ausgestattet mit alten Rüstungen und Hellebarden, in welchem wir abends sitzen, feiern und singen konnten.

Am nächsten Morgen folgte vor der Burg, auf der Seite des Steinkistengrabes, ein Vortrag von einem anderen Kameraden. Inhalt war die Entstehungsgeschichte und Bedeutung, der Wewelsburg, sowie eine Erklärung der „Schwarzen Sonne“. Als dies abgeschlossen war sollte uns unserer Bus zum 65 km entfernten Wikingertreffen bringen, doch da gab’s ein Problem, wir waren ja zehn Mann mit einem Neunmann-Bus. So entschied sich unser Klampfenbarde auf der Burg zu bleiben. Und schon gab’s ein neues Problem, für neun Mann braucht man einen Personenbeförderungsschein. Natürlich war keiner im Besitz eines solchen Scheines und wir entschlossen uns zwei Mal zu fahren. So blieben der Klampfer, drei weitere Kameraden und ich vorerst zurück. Wir stiegen hinter der Burg einen Wanderpfad hinab ins Tal und besuchten die „Alte Mühle“, an welcher ich mit meiner Frau am frühen Morgen dieses Tages schon vorbeispaziert war.

Dort wurde Bier gereicht und wir hielten so eine Weile dort aus. Als die Zeit heran rückte, zu welcher wir abgeholt werden sollten stiegen wir wieder hinauf zur Burg und besuchten derweil den unweit gelegenen „Ottens Hof“, wo wir sogleich das Kellergewölbe für den Abend reservierten. Dort bekam ich eine Nachricht, dass beim Wikingertreffen schon das große Aufräumen und Abbauen begonnen hatte. So beschlossen wir uns nicht mehr holen zu lassen und wanderten statt dessen zum Gut Böddeken, ein sagenumwobener Ort, nur wenige Kilometer von Wewelsburg entfernt, wo dann auch die Anderen wieder zu uns stoßen sollten. Begleitet von den Klängen unseres Klampfers zogen wir singend durch Feld und Flur und erreichten gleichzeitig mit dem Rest der Gruppe das Gut. Da sich einige von uns, ich eingeschlossen, das Burgmuseum der Wewelsburg noch anschauen wollten, fuhren wir nach einer kurzen Zeit des Verweilens wieder los. Der Rest blieb derweil vor Ort. Der Museumsbesuch war nicht sehr effektiv, da wir erst eine halbe Stunde vor Schließung des Museums eintrafen. Das Museum behandelt Themen von der Menschenfrühgeschichte bis zum Mittelalter. Nachdem wir „durchgerannt“ waren, holten meine Frau und ich den Rest der Gruppe vom Gut Böddeken ab und so waren wir kurz darauf wieder alle geeint vor der Wewelsburg. Von hier ging es dann wieder in den „Ottens Hof“, wo wir uns im reservierten Kellergewölbe niederließen.

Hier saß einst die Hitlerjugend am Kaminfeuer. Nun saßen wir hier, aßen zu Abend und ließen uns das frisch Gezapfte schmecken. Unser Barde griff auch hier wieder zu seinem Instrument und wir sangen das ein oder andere völkische Liedchen. Gegen 22:45 Uhr verließen wir die Schenke und ließen uns abermals mit einer Kiste Bier im uns zugewiesenen Raum in der Burg nieder und feierten bis in die frühen Morgenstunden. Und schon war der Abreisetag herangerückt. Wir packten unsere Sachen und machten uns auf den Weg. Auf dem Heimweg besuchten wir noch zwei Denkmäler. Zum einen das Widukind-Denkmal in Herford, ein Brunnendenkmal des ruhmreichen Sachsenfürsten, geschaffen von Johann Heinrich Wefing. Zum anderen das Kaiser-Wilhelm-Denkmal bei Porta Westfalica. Das Denkmal ist mit einer Gesamthöhe von 88 m eines der monumentalsten in Deutschland. Es steht auf dem Wittekindsberg (276 m) des Wiehengebirges und ist so weithin sichtbar. Entworfen wurde das Denkmal vom Berliner Architekten Bruno Schmitz (Kyffhäuser -u. Völkerschlachtdenkmal). Die Figur des Kaisers schuf der damals in Wien lebende westfälische Bildhauer Kaspar Clemens von Zumbusch.
Nach vierjährigem Bau, wurde das Denkmal am 18. Oktober 1896, im Beisein von Kaiser Wilhelm II sowie Kaiserin Auguste Viktoria und etwa 20.000 Menschen, mit einer Feier eingeweiht. Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal ist das Wahrzeichen der Stadt Porta Westfalica.

Nach unserem letzten Ziel kehrten wir in eine Kneipe ein und schlugen uns noch einmal die Bäuche voll, anschließend traten wir die Heimreise an. Der Ausflug war ein voller Erfolg und allen Beteiligten werden ihn sicherlich als einen Solchen in Erinnerung behalten.
Nächstes Jahr (2006) geht’s dann zu einer bekannten Bunkeranlage in Ostpreußen. Bis dahin. (Da waren wir natürlich schon, da dieser Bericht hier älter ist)

Den rechten Arm zum Gruß,
Tanngjost.

Tanngjost
Sunday, January 7th, 2007, 10:45 PM
Heilöchen,

hat jemand zufälligerweise ein Bild von dem Kamin im ersten Raum,
das ist der Raum in dem auch die WB Bilder aus der Sammlung des
Reichsführers hängen.

Grüsse

Nordid

Heil dir, ist es dieser hier?

Den rechten Arm zum Gruß,
Tanngjost.

Nordid
Monday, January 8th, 2007, 11:44 AM
Danke der Bilder, diese sind klasse geworden, leider ist es nicht der
gesuchte Kamin. Den Kamin welchen ich meine befindet sich im Burg
Museum im ersten Saal/ Raum (gegenüber der Kasse) in welchem die
Burg Gemälde aus der Sammlung des Reichsführers SS hängen.

Auch habt ihr das Bild der brennenden Stadt nicht gesehen,
welche der Schelmenjude angezündet hat.

Heilsgrusse

Nordid

Politicas_Miles
Monday, January 22nd, 2007, 03:48 PM
Weiß jemand zufällig ob man gewisse Räumlichkeiten für private Zwecke anmieten kann?

Nicht Konzert oder die "obligatorische" Geburtstagfeier.

Tanngjost
Monday, January 22nd, 2007, 04:47 PM
Weiß jemand zufällig ob man gewisse Räumlichkeiten für private Zwecke anmieten kann?

Nicht Konzert oder die "obligatorische" Geburtstagfeier.

Ich denke nicht, da die Wewelsburg, in meinem Bericht lesbar, eine Jugendherberge ist und so eine private Nutzung ihrer Räumlichkeiten eher unwahrscheinlich ist.

Den rechten Arm zum Gruß,
Tanngjost.

Hauke Haien
Thursday, April 9th, 2009, 11:16 AM
Schöne Bilder!

Ich habe zur Wewelsburg auch einen Dokumentarfilm gefunden, der einige Fragen beantworten sollte:

882JwpiUX7g
(fünf weitere Teile (http://www.youtube.com/profile?user=einheriar88&view=videos))